#mamatalk: Ernährung, Lieblingsessen und co.

Die neue Runde #mamatalk ist im Gange und dieses Mal geht es – wie der Titel schon sagt – um die Ernährung.

Wir haben es recht offen gelassen worüber wir genau schreiben. Frauke hat über die Ernährung in der Stillzeit geschrieben und Bell zum Beispiel vor allem über die Ernährung ihres Sohnes. Ich werde etwas zu unserer Ernährung als Familie berichten und auch etwas zu meiner Ernährung in der Schwangerschaft sagen.

Für uns ist eine saisonale, am besten regionale, vielseitige und ausgewogene Ernährung wichtig! Wo es geht kaufen wir Essen aus biologischer Herkunft. Wir essen allerdings auch Obst wie Bananen oder Mango und kaufen Wildreis, der aus Kanada kommt! ;) Auf keine Lebensmittelgruppe verzichten wir komplett, das heißt wir essen sowohl gelegentlich Fleisch als auch andere tierische Produkte (Eier, Milch etc. Allerdings kann ich zur Zeit zum Beispiel weder Milch noch Joghurt essen. Mir wird einfach schlecht davon, es schmeckt für mich nach Stall!). Wir bauen immer mehr vegane Gerichte in unseren Speiseplan ein. Auf Getreideprodukte würde ich nicht verzichten wollen, hier greifen wir zu der Vollkornvariante!

#mamatalk: Ernährung I Le Babypop!

Unser Tag beginnt im Normalfall mit einem Getreidebrei und Obst oder Müsli und frischem Obst, Mittags gibt es etwas unkompliziertes Schnelles wie Suppe oder auch mal ein Brot mit Aufstrich und Salat oder Gemüse (unten folgen zwei Rezepte!) und abends koche ich im Normalfall etwas warmes, auch mal aufwendigeres, da wir als Familie gemeinsam essen können.

Oskar bekommt bei uns immer das, was wir auch essen, für ihn habe ich eigentlich noch nie separat gekocht. Sowieso denke ich, was die Eltern essen, werden auch die Kinder essen, wir haben nunmal Vorbildfunktion! Er war nie sonderlich scharf auf Breie. Gerade zur Einführung der Beikost habe ich alles mögliche für ihn püriert, wir sind dann aber ziemlich schnell auf die Baby-Led-Weaning Methode umgestiegen, wo er einfach all das, was wir auch gegessen haben in die Hand bekommen hat. Von gedämpftem Brokkoli, Karotten, Äpfeln über Nudeln und Brot. Das fand er auf jeden Fall viel spannender, auch wenn da sicher nicht viel mehr im Magen gelandet ist ;-) Abundzu, wenn es praktisch war, habe ihm auch Gläschenkost angeboten (Hipp oder Alnatura), aber da konnte ich wirklich jedes angefangene Glas wegschmeißen. Wundert einen aber auch nicht, wenn man mal probiert wie das im Vergleich zu frisch gekochter Kost schmeckt ;-) Seitdem ich Oskar nicht mehr stille (seit ca. 3 Monaten) isst er richtig viel und mag auch eigentlich so gut wie alles. Immer wieder ist was dabei, das er nicht essen möchte, allerdings kann es sein, dass ihm das beim nächsten Mal doch schmeckt. Deswegen möchte ich keine allzugroße „Rücksicht“ darauf nehmen. Er bekommt das, was wir essen – abwechslungsreich und vielseitig!

Allgemein hat Essen und Ernährung für mich einen sehr hohen Stellenwert. Wir essen gerne, wir kochen gerne, wir gehen gerne auf Märkte, um Essen dort einzukaufen. Wir probieren gerne Neues, Unbekanntes aus. Und ich finde einfach, dass das, was wir Essen so eine riesige Auswirkung darauf hat, wie wir uns fühlen! Essen kann heilen. Viele (körperliche) Beschwerden können mit der richtigen Ernährung gelindert oder sogar gestillt werden.

Der Mehrbedarf an sämtlichen Vitaminen, Mineralstoffen, Fettsäuren etc. in der Schwangerschaft kann allein durch die korrekte Ernährung aufgenommen werden! Deshalb bin ich auch dagegen Nahrungsergänzungsmittel und Vitaminpräparate zu mir zu nehmen, wenn ich mich doch einfach richtig ernähren kann!

Ich habe weder in der Schwangerschaft mit Oskar, noch in dieser irgendetwas eingenommen und meine Blutwerte waren beide Male außerordentlich gut. (Das habe ich natürlich in Absprache mit Arzt und Hebamme getan – vor allem in der Schwangerschaft ist es wichtig, seine Blutwerte untersuchen zu lassen und eventuelle Mängel rechtzeitig, eventuell auch mit Präparaten, zu beheben!)

Hier muss ich aber auch anbringen, dass der Genuss für uns sehr wichtig ist und wir deshalb auch mal Dinge essen, die ich nicht als 100% gesund bezeichnen würde. Aber das gehört für uns  genauso zu einer abwechslungsreichen, befriedigenden Ernährung dazu und solange solche Dinge „Ausnahmen“ bleiben, finde ich das eher gesund, als komplett auf solche Gelüste zu verzichten! (Ich hab euch ja erzählt, dass ich zum Beispiel zu Beginn der Schwangerschaft ungeheure Lust auf Gummibärchen hatte. Ich hab dann auch ohne schlechtes Gewissen welche gegessen. Und Oskar durfte auch ;))

Zur Orientierung, welches Obst und Gemüse gerade Saison hat, kann ein Saisonkalender helfen! (Überhaupt gibt es auf dieser Seite tolle vegetarische Rezepte!!)

Frauke hat außerdem in ihrem Beitrag zum #mamatalk wunderbar aufgelistet, in welchen Ernährungsmitteln welche Vitamine, Spurenelemente und Fettsäuren stecken! Sie ernährt sich auch jetzt in der Stillzeit vegan.

Ich habe mein Wissen über Ernährung über Jahre gesammelt, Workshops besucht und mehr als ein Buch darüber gelesen… Vielleicht kann ich mal weiter ausholen und mehr Beiträge darüber verfassen auch mit Tabellen zu den unterschiedlichen Ernährungsmitteln. Aber hier würde es den Rahmen sprengen…

Zum Schluss möchte ich noch die Rezepte für zwei warme Salate mit euch teilen, die wir sehr gerne essen. Die schnell, unkompliziert und gesund sind! :-) Oskar isst die Salate ohne die Salatsoße und ohne den Rucola, das ist ihm denk ich zu bitter. Ich gebe ihm das Gemüse dann einfach so, mit dem Käse, einer Avocadocreme oder einem Nussmus.

 

#1 Süßkartoffel-Rote Beete Salat:

2 große Süßkartoffeln • 3-4 Rote Beete • Rucola • Olivenöl • Balsamico Aceto • Zitrone  • Pfeffer, Salz • Petersilie • Honig • optional: Ziegenrolle o.Ä.

#mamatalk: Ernährung I Le Babypop!

Die zwei Süßkartoffeln schälen, in ca. 2×2 cm Würfel schneiden und auf einem Backblech ohne Öl o.Ä. 20-30 Min bei 180° rösten.

Die Rote Beete ungeschält kochen. (Ich koche sie ca. 15 Min im Schnellkochtopf!) Danach lassen sie sich ganz einfach schälen, und ebenfalls in Würfel schneiden.

Eine Salatsoße aus Olivenöl, Balsamico, ein wenig Zitronensaft, Pfeffer, Salz, ein wenig Honig herstellen.

Gewaschenen Rucola zusammen mit den Süßkartoffeln, der Roten Beete und der Salatsoße vermengen. Wenn man Lust hat noch ein wenig Ziegenrolle darauf zerbröseln und gehackte Petersilie darauf verteilen!

#mamatalk: Ernährung I Le Babypop!#mamatalk: Ernährung I Le Babypop!

#2 Linsensalat:

150 gr grüne Berglinsen • Rucola • Lauchzwiebel • Olivenöl • Balsamico Aceto • Zitrone  • Pfeffer, Salz • Petersilie • Honig • optional: Ziegenrolle o.Ä.

#mamatalk: Ernährung I Le Babypop!

150 gr. Linsen in der doppelten Menge Brühe zum Kochen bringen. Ca. 20 Minuten bissfest kochen.

Salatsoße aus Olivenöl, Balsamico, ein wenig Zitronensaft, Pfeffer, Salz, ein wenig Honig herstellen.

Gewaschenen Rucola mit den warmen Linsen, den kleingehackten Lauchzwiebeln und der Salatsoße vermengen und eventuell mit Ziegenrolle garnieren.

Guten Appetit!

#mamatalk: Ernährung I Le Babypop!

Hier nochmal die anderen Mamas, die diese Woche Beiträge zum Thema Ernährung verfassen:

Bea, Sabrina, Frauke, Nathalie, Bell und Isy

Bild 1 und 5 via Pinterest.

4 Kommentare

  1. die Andi sagt

    Hi Lotta!
    ich mach Linsensalat immer mit Belugalinsen, die zerfallen gar nicht beim kochen.
    und schneid noch ein paar getrocknete Tomaten rein, weil man ja die Linsen nicht mit Salz kochen darf, und die Tomaten so salzig sind. das passt dann ganz gut zusammen.
    lg aus m Allgäu!

    • Ah, das stell ich mir auch lecker vor! Die Berglinsen zerfallen allerdings auch nicht, wenn man sie nicht überkocht ;-) Ich wusste gar nicht, dass man sie nicht mit Salz kochen darf! Darf man sie mit Brühe kochen? :D

  2. Tanja sagt

    Kannst du Bücher zur ausgewogenen Ernährung im Allgemeinen und für saisonale Rezepte im Speziellen empfehlen? (Oder online irgendwas?)

    • Hi Tanja,

      hab gerade erst deinen Kommentar gelesen! Ich werde mal ein bisschen darüber nachdenken, was ich da empfehlen könnte…

      Für saisonale Rezepte kann ich dir gleich ein paar Blogs empfehlen: Krautkopf (habe ich zwar oben schon verlinkt, aber der ist wirklich cool!), Green Kitchen Stories mag ich auch sehr, Naturally Ella finde ich auch super und Love and Lemons fällt mir spontan noch ein. Ein Buch, das ich ganz interessant finde, da gehts aber vor allem um Superfoods und ihre ‚heilende‘ Wirkung, ist dieses hier: Superfood Kitchen (ich glaub die hat auch einen Blog! :)) Das hier finde ich persönlich auch spannend! Hoffe ich konnte dir ein bisschen weiterhelfen… An sich hab ich mich eine zeitlang auch mehr mit Ayurveda und TCM beschäftigt. Ich will da nie irgendwas ganz streng verfolgen, aber es ist trotzdem einiges interessantes dabei. Vor allem finde ich es erstaunlich wie sich vieles überschneidet in den verschiedenen traditionellen Ernährungsweisen.

      Alles Liebe!

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