Baby. Und jetzt?!

Baby. Und jetzt?! I Le Babypop!

Sicher haben sich bereits einige von euch gefragt, wie es eigentlich kommt, dass ich eine so junge Mama bin. „War das geplant?“ ist eine Frage, die ich nicht selten zu hören bekomme. Vor allem als ich noch meinen Bauch vor mir hergetragen hab (also den mit Oskar drin) war das eigentlich immer die erste Reaktion! :D

Ich empfand das damals als taktlos, aber die Menschen wollten’s halt wissen. Deshalb dachte ich mir, teile ich heute, wie es für uns, vor allem für mich war, als auf einmal klar war: „Wir kriegen ein Baby.“

Jetzt erstmal ganz von vorn. Basti und ich lebten zu der Zeit gemeinsam in Wien. Ich hab ein bisschen gejobbt mit der Aussicht, dass ich im Herbst endlich mit meiner Traumausbildung anfangen kann – der Ausbildung zur Hebamme. Allerdings nicht in Wien, nein, es war klar, dass wir für eine Weile an verschiedenen Orten leben würden, auch wenn wir uns das überhaupt nicht vorstellen konnten. (Wir hielten es bis dahin höchstens mal ein paar Tage getrennt voneinander aus ohne, dass es im Drama endete.) Aber ich hatte den Ausbildungsplatz, den ich unbedingt wollte. Er hatte nur noch ein Jahr Uni vor sich und so war die Sache klar: Ich beginne die Ausbildung und er kommt nach, sobald er sein Studium beendet hatte.

Kam aber alles ein bisschen anders… Im Mai 2013, an einem schönen Donnerstagmorgen erwartet ich nämlich meine Tage, aaaaber, da kam nichts. Ich hab mir da jetzt gar nicht so viel bei gedacht. Meine Periode hatte ich zu der Zeit ohnehin recht unregelmäßig. Es wurde also einfach mal zur Seite gekehrt und abgewartet, bis ich dann 1,5 Wochen später beschlossen habe: vielleicht doch ein Test, schaden kann es nicht!

Es war ein Dienstag nach einem langen Wochenende (mit Feiertag am Montag) und zwischenzeitlich war ich so aufgeregt, dass ich sogar vor Ladensöffnungszeit an der Drogerie stand. Die Verkäuferin war ziemlich witzig und undiskret und fragte mich direkt recht lautstark, wie das eigentlich genau funktionierte. Sie warte auch schon auf ihre Tage und wäre ein bisschen verwirrt von der großen Auswahl an unterschiedlichen Tests. Vor der Periode, danach, sie wusste nicht welchen Test sie nehmen sollte. Ich wollte in dem Moment einfach auf schnellstem Weg nach Hause, habe es ihr aber erklärt, auch wenn mir die ganze Situation urkomisch vorkam, wie sie da in übermäßiger Lautstärke von Schwangerschaftstests redete! :D

Ich habe ein schönes Frühstück mit nach Hause gebracht, es war nämlich unser Jahrestag, und es Basti dann mit frisch positivem Schwangerschaftstest serviert. Irgendwie hatte ich einfach das Gefühl, dass ich es erstmal für mich wissen musste, bevor ich es teilen konnte. Ich habe es zwar nur zwei Sekunden vor ihm gewusst, er hatte aber nicht mal die Ahnung, dass ich morgens schon einen Test besorgt hatte. Da war die Überraschung gleich doppelt. :D Zwei Striche:  positiv. Schwanger. Wirklich zwei Striche???? Waaaaas???

Dieser Moment darauf ist ziemlich wirr in meinem Kopf. Wir sind uns in die Arme gefallen, waren ziemlich schockiert, aber voll glücklich beide, denke ich :D, und auch einfach sprachlos… Wir haben gefrühstückt und den restlichen Tag eigentlich nichts gemacht. Wir lagen im Bett und haben geredet und auch einfach lange Phasen gar nichts gesagt. Verrückt alles, das mussten wir erst einmal verdauen. Denn eines ist klar in all der Unklarheit, was ein eigenes Kind wirklich bedeutet: alles wird anders! Ich werde Mama.

Die sympathische Bloggerin Isabel Robles Salgado macht sich gemeinsam mit Penaten auf die Suche nach Antworten: Was passiert eigentlich, wenn es heißt „Baby. Und jetzt?“ Wie kompliziert ist das Kinderkriegen, Kinderhaben und Elternsein denn wirklich?? Sie besucht unterschiedlichste Frauen und Familien und berichtet darüber erfrischend lebensnah in einer neuen Serie. Mehr Infos bekommt ihr, wenn ihr auf den Trailer klickt! (Achtung! Wenn ihr einen Adblocker verwendet ist das Video für euch leider nicht sichtbar – also einfach kurz ausschalten.)

Trotz der riesigen Überraschung hatten wir für uns ziemlich schnell einen guten Plan gefasst, wie alles weiter gehen soll. Allein die „Vorbereitungszeit“ von 40 Wochen bis zur Geburt hat uns so verändert, im Positiven!! Wir hatten beide Phasen in denen wir Angst hatten, wie wohl alles wird. Wie wir das meistern sollen, ohne Ersparnisse, ohne abgeschlossene Ausbildungen. Und doch, als wir diesen festen Plan hatten, haben wir einfach unser Bestes gegeben. Der Plan hat uns Halt gegeben auch wenn er so, wie wir ihn damals gefasst haben, keineswegs eingehalten wurde. Das ist vollkommen ok! Er hat uns Kraft und Antrieb gegeben und die Möglichkeit zu vertrauen, dass wir es hinbekommen und irgendwann kam der Punkt, an dem wir wussten, dass genau dieser Plan doch abgeändert werden muss, weil es anders eben besser passt! (Unter anderem habe ich zum Beispiel meine Ausbildung zwar noch angefangen, jedoch nicht nach einem Jahr – wie geplant – weiter gemacht…)

Diese Reise des Elternwerdens, des Mama-werdens, ist das beste, intensivste, Kräfte-raubendste, spannendste, lustigste, lehrreichste, Angst einflößendste und erfüllendste Geschenk von allen. Und bei einem kann ich mir sicher sein, es wird nie zu Ende gehen. Mama bin ich immer und werde ich immer sein. Und langweilig wird das wohl nie!

Baby. Und jetzt?! I Le Babypop!

Photos von Maria Luise Bauer Photography.

* Dieser Post ist gesponsert.

2 Kommentare

  1. Hanna sagt

    Oh wie schön. Ich wollte auch Hebamme werden, habe aber damals leider keinen Ausbildungsplatz bekommen.
    Toll dass ihr alles so schön gemeistert habt und nun euer 2. Wunder erwartet.
    Alles Gute euch!

    Liebste Grüße,
    Hanna

  2. Hallo Hanna! Vielen Dank für deinen lieben Kommentar! :)) Witzig, dass du auch Hebamme werden wolltest, ist aber auch einfach ein toller Beruf!

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